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Spielbericht der Damen

7. Spieltag (Kreisliga, Saison 2019/2020):
1. FC Burk   –   ASV Weisendorf 2 : 1  (1:1)
Burk zittert in der letzten Sekunde

Der 1. FC Burk hatte im erwartet schweren Spiel den Großteil des Geschehens im Griff, trotzdem musste in der letzten Sekunde noch gezittert werden, als ein Freistoß an die Latte knallte. Weisendorf war über weite Strecken zwar kämpferisch gut, aber zu harmlos.

Beide Trainer erwarteten ein schweres Spiel und die dünne Personaldecke hat das Ganze nicht besser gemacht. Weisendorf wie auch Burk traten ersatzgeschwächt und mit jeweils nur einer Auswechselspielerin an. Der 1. FC Burk wollte seine Heimspielserie fortsetzen und an den Aufstiegsplätzen dran bleiben. Weisendorf wollte das Feld nicht kampflos räumen und sich einen Platz im oberen Drittel sichern.

Weisendorf gleicht aus dem Nichts aus

Der 1.FC Burk startete gleich mit Pressing in der gegnerischen Hälfte. Nach ersten Versuchen die Abwehrreihe der Weisendorfer Mädels unter Druck zu setzen, kam es in der siebten Minute zu einem Eckball für Burk. Theresa Leipold brachte diesen von der linken Seite scharf in den Fünfmeterraum, doch die Verteidigung konnte den Ball erstmal aus der Gefahrenzone köpfen. Der Ball flog erneut zu Theresa Leipold und diese flankte scharf auf den zweiten Pfosten zu Alexandra Loukas, die den Ball schön ins lange Eck köpfte – ein schönes Tor. Weisendorf versuchte von jetzt an wacher zu sein und selbst mitzuspielen, Burk versuchte zu verwalten und ruhte sich auf langen Ballbesitz aus. In der 18. Minute hatte dann Weisendorf den ersten Torschuss auf das Gehäuse von Jenny Späth, der aber zu weit vorbei ging und zu harmlos war. Die "Sturmphase" von Weisendorf nutzte Burk mit einem schnellen Konter über Loukas und Leipold. Theresa Leipold kam auf halblinker Position frei zum Schuss gegen Torhüterin Helena Tontsch, doch diese hielt den satten Schuss hervorragend. Von Weisendorf war in den darauf folgenden Minuten außer schlechten Eckbällen nichts zu sehen. Burk versuchte nach vorne zu spielen, war aber viel zu harmlos. Wiedermal hatte die starke Torhüterin der Weisendorferinnen den Ball zum Abschlag – auch dieses Mal wieder sehr weit. Die Burker Verteidigung hatte Abstimmungsschwierigkeiten und die sehr engagierte Sarah Weber lief alleine auf das Tor von Jenny Späth und verwandelte eiskalt (29.). Die Burker Torhüterin hatte keine Chance und Weisendorf stellte mit dem 1:1-Ausgleich den Spielverlauf völlig auf den Kopf. Ab jetzt war es ein Spiel auf Augenhöhe. Danach gab es Chancen auf beiden Seiten. Burk hatte die besseren, die die vor allem immer wieder sehr gute Tontsch im Gehäuse der Weisendorferinnen vereitelte. Mit dem Unentschieden ging es dann auch in die Pause.

Burk dominiert zweite Hälfte

Nachdem der sehr gute Schiedsrichter Hermann Haag aus Hallerndorf die zweite Hälfte wieder angepfiffen hatte, klingelte es im Kasten der Weisendorferinnen. Kapitänin Natascha Porzelt spielte in die Schnittstelle auf Katja Haskowic, die alleine vor Tontsch auftauchte. Haskowic ließ mit ihrer sehr langen Erfahrung im Damenfußball der Torhüterin keine Chance und schob überlegt zum 2:1 für Burk ein. Bis zur 57. Minute gab es immer wieder die ein oder andere Chance, aber nichts wirklich Hundertprozentiges.

Dann schlief das Spiel komplett ein. Burk spielte auf Ballbesitz in der Verteidigung und Weisendorf machte den Anschein, mit dem Ergebnis leben zu können. In 20 sehr lange Minuten war außer ein bisschen Mittelfeldgebolze nichts mehr zu sehen.

Burk fühlt sich zu sicher

Als sich fast jeder mit dem Ergebnis abgefunden hatte, legte Weisendorf einen Schlussspurt hin. Jetzt konnten der Gast auf einmal auch richtig Druck entwickeln und Burk stand nur noch hinten drin. In der 90. Minute hatte Weisendorf noch einen Eckball, den Burk nicht richtig klären konnte und der Nachschuss von Laura Wendler strich knapp über die Latte. Als Schiedsrichter Haag die letzten zwei Minuten Nachspielzeit anzeigte, probierte Weisendorf nochmal alles: Nach einem berechtigten Freistoß aus halbrechter Position nagelte Sarah Weber den Ball aus 22 Metern an die Latte. Burk wirkte geschockt und hatte Glück, dass Michelle Schein den Nachschuss über die Querlatte schoss. Danach war Schluss und Burk konnte einen glücklichen, aber nicht unverdienten Heimsieg feiern.

Christian Wagner, anpfiff.info


Tore:   1:0 Alexandra Loukas (7.), 1:1 Sarah Weber (29.), 2:1 Katja Haskowic (47.)

1. FC Burk:   Späth – Leipold, Wolff, Loukas, Porzelt, Pelch, Schmidt, Fischer, Pötzl, Haskowic, Dziumbla; Bornemann